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Hohe Investitionen in Bier und Wasser

Familienbrauerei M. Ketterer ehrt Eberhard Kraft für 40 Jahre Treue / In schwierigem Marktumfeld gut behauptet

Die Familienbrauerei M. Ketterer kann erneut auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Bei der Weihnachtsfeier standen langjährige Mitarbeiter im Mittelpunkt.

In seinem Jahresrückblick beschrieb Junior-Geschäftsführer Philipp Ketterer ein Marktumfeld, das unter anderem durch eine aggressive Preispolitik der Großbrauereien im Segment der Flaschenbiere gekennzeichnet ist. „Das schadet der Wertigkeit von Bier und ist nicht nachhaltig“, ist sich Ketterer sicher. „Unser Ziel ist es, nicht 25 Prozent billiger, aber 25 Prozent besser zu sein.“ Während der steuerpflichtige Bierabsatz in Baden-Württemberg von Januar bis Oktober 2011 erneut zurückging, konnte Ketterer im gleichen Zeitraum ein Absatzplus verbuchen. Auch im November und in der ersten Dezemberhälfte liege man bereits im Plus.

Besonders erfolgreich entwickelt sich die Nachfrage nach dem Ketterer Fläschle, dessen Absatz in den ersten elf Monaten des Jahres zweistellig zulegte. In allen Vertriebskanälen konnten auch in diesem Jahr zahlreiche Neukunden für Ketterer Bier gewonnen werden.

Auch die Nachfrage nach dem Mineralwasser Hornberger Lebensquell aus dem Hause Ketterer im bundesweiten Bio- und Naturkosthandel sowie in der gehobenen Gastronomie ist ungebrochen. „In den Markenaufbau, Vertrieb und Qualitätssicherung haben wir erneut kräftig investiert, so dass wir uns auch hier über ein zweistelliges Absatzplus freuen dürfen“, berichtete Ketterer über die Entwicklung der erst sechs Jahre jungen Mineralwassermarke. Nach Auskunft der Branchendienstes bioVista ist Hornberger Lebensquell auf dem deutschen Naturkostmarkt unter den nationalen Marken bereits die zweitstärkste Mineralwassermarke.

Brauerei-Inhaber Michael Ketterer hielt Rückblick auf weitere Investitionen in 2011 zur Optimierung des Brauprozesses, in eine neue Etikettiermaschine und die Kälteanlage. Der Geschäftsführer dankte der Stadt Hornberg für die Unterstützung bei der Neuverlegung eines Teils der Wasserleitung. Insgesamt wurde ein siebenstelliger Betrag investiert.

Im kommenden Jahr stehen Investitionen im Bereich des Fuhrparks an, und eine Zertifizierung nach IFS (International Food Standard) soll umgesetzt werden. „Wir wollen weiterhin genussorientierte Verbraucher gewinnen“, erläuterte Ketterer die Unternehmensphilosophie, bei der die Wertigkeit der Produkte eine zentrale Rolle spielt.

Die Familie Ketterer dankte allen 23 Mitarbeitern und den vier Auszubildenden für deren engagierten Einsatz für die Belange der Familienbrauerei. Für zehnjährige Betriebszugehörigkeit wurden geehrt: Anneliese Duffner, Lore König, Hardy Holzer, Thomas Wachendorfer und Philipp Ketterer. Bürgermeister Siegfried Scheffold war eigens zu den Feierlichkeiten gekommen, um dem Prokuristen und Versandleiter Eberhard Kraft die von Ministerpräsident Winfried Kretschmann unterzeichnete Ehrenurkunde des Landes Baden-Württemberg für 40 Arbeitsjahre in der Brauerei Ketterer zu überreichen. Michael Ketterer schilderte den Werdegang des stets freundlichen und sehr engagierten Mitarbeiters, der von Mitarbeitern und Kunden sehr geschätzt werde.

Bürgermeister Scheffold lobte den mittelständischen Familienbetrieb. Als Erfolgsrezept sieht er die „konstant hohe Qualität der Produkte der Brauerei Ketterer“. Außerdem lobt er die nachhaltige Geschäftspolitik: „Es gibt nur wenige Unternehmen, die das Erwirtschaftete so konsequent wieder in den Betrieb investieren. Wie man sieht, zahlt sich das aus“.